
In der Linie zur Trocknung von Dichtstoffen für Isoliergläser kommt es auf die richtige Abstimmung zwischen Zeitplan und Qualität an. Eine zu unvollständige Trocknung führt zu Risiken bezüglich der Haftung sowie zu Problemen mit Nebelbildung. Eine zu starke Trocknung hingegen verschwendet Energie und kann zu thermischen Belastungen an den Rändern führen. Konvektionsöfen sind theoretisch vorhersehbar – in der Praxis jedoch dauert es länger, bis sie ihre volle Leistung erreichen, außerdem wird die Wärme ungleichmäßig über die Dichtstoffschicht verteilt. Wir haben daher eine Infrarotlampe entwickelt, um diese Unsicherheiten zu beseitigen.
Wichtig ist dabei, wie die Wärme abgegeben wird. Unsere Kurzwellen-Infrarotlampe bringt die Quarzkammer innerhalb von 2 Sekunden auf ihre maximale Leistung – dadurch muss die Anlage nicht auf die Erhöhung der Temperatur warten. Die maximale Leistungsdichte beträgt 60 W/cm²; diese Wärme wird gezielt auf die Stelle gerichtet, an der der Dichtstoff aufgetragen wird, sodass die Verklebung beschleunigt erfolgt – ohne dass der Zwischenraum oder das Glas beschädigt wird. In der 600 mm großen Heizzone bleibt die Gleichmäßigkeit bei ±2%. Die geschlossene Regelung sorgt dafür, dass das Ergebnis von Schicht zu Schicht konstant bleibt. Die Lampe funktioniert bei 230 V und verfügt über einen IP65-Anschluss. Die Geometrie des Reflektors ist so gestaltet, dass sie auf die typischen Breiten der Dichtstoffschichten abgestimmt ist.
Der Vorteil ist: Schnelligkeit ohne Verlust der Kontrolle. Die schnelle Reaktion verkürzt die Bearbeitungszeit – man kann somit mehr Glaselemente bearbeiten, ohne die Produktivität einzuschränken. Die hohe Gleichmäßigkeit senkt die Belastungen an den Rändern und sorgt dafür, dass der Dichtstoff gleichmäßig aushärtet. Dadurch werden weniger Produkte als fehlerhaft gemeldet, wenn Druck- und Feuchtigkeitsprüfungen durchgeführt werden. Der Energieverbrauch sinkt, da die Lampe direkt den Dichtstoff erwärmt – nicht die Luft. Zudem wird durch den schnellen Start kein unnötiger Energieverbrauch verursacht.
Ein paar praktische Aspekte, die man berücksichtigen sollte: Die Infrarottrocknung erfordert eine direkte Sichtlinie zwischen der Lampe und dem Dichtstoff. Die Lampe muss also die Dichtstoffschicht sehen können – daher sind die Ausrichtung der Lampe sowie die Geometrie der Dichtstoffschicht wichtig. Reflexionen an metallischen Elementen können Hotspots verursachen – daher ist es sinnvoll, einen Schutz zu verwenden oder eine kontrollierte Betriebszeit einzulegen. Die Lampe funktioniert mit den meisten Standard-Dichtstoffstationen. Bevor man sie einsetzt, sollte man jedoch die Befestigung sowie die Bedienoberfläche an die Gegebenheiten der Maschine und des PLC anpassen.